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Hochschule Projekte ITB Podiumsdiskussion 2018

Studierendenprojekt

Studierende organisieren ITB Podiumsdiskussion 2018 „Kostenloser Storno bis zur letzten Minute? - Nein Danke. Zeit, dass sich was dreht!"

Am Eröffnungstag der diesjährigen ITB vergangenen Mittwoch organisierten Studenten der SRH Hochschule Berlin Campus Dresden unter der Leitung von Prof. Carolin Steinhauser und gemeinsam mit den GreenLine Hotels, eine Diskussionsrunde und stellten ihre Fragen an:

Fritz Dickamp, Managing Director der L.I.K.E Hospitality Consulting, Marek Gawel, Geschäftsführender Inhaber der Bellevue Hotelbetriebs-GmbH, Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des Verbands DEHOGA Berlin, Max C. Luscher, Geschäftsführer der B&B Hotels Deutschland sowie Dirk W. Schmidt, Managing Director Central & Northern Europe bei HRS.

Befragt wurden die Tourismus-Experten, inwieweit sie sich für eine Veränderung der Stornierungsbedingungen aussprechen beziehungsweise wie sie in ihrem Geschäftsalltag mit kurzfristigen Stornierungen umgehen.

Max C. Luscher, Geschäftsführer der B&B Hotels Deutschland, ließ keinen Zweifel daran, dass für ihn und sein komplettes B&B-Hotelteam die Kundenzufriedenheit an vorderster Stelle steht. Diese Frage zu veränderten Stornofristen sei „totaler Quatsch“, so der gebürtige Stuttgarter. 

Er lenkt seit gut einem Jahr die Geschicke der B&B-Hotels und setzt dabei auf Wachstum. Seine Prognose für die nächsten Jahre: „Wir werden in den nächsten Jahren eh eine starke Veränderung im Buchungsverhalten verzeichnen. Die Generation Y wird nicht mehr im Voraus ihre Zimmer buchen, sondern spontan entscheiden, wo und wann sie übernachten möchte. Da machen längere Stornierungsfristen keinen Sinn.“

Das Bedürfnis nach Flexibilität rückte ebenfalls Dirk W. Schmidt, Managing Director Central & Northern Europe bei HRS, in den Mittelpunkt seiner Argumentation. Wenn hier der deutsche Hotelier sich dem amerikanischen Druck widersetzen könnte und dem loyaleren Gast mehr Flexibilität entgegenbrächte, würde dies den Hotelier und seine Marktposition langfristig stärken.

Differenzierter sah es Marek Gawel, Geschäftsführender Inhaber des Viersterne-Superior-Hotels Bellevue am Rhein: „Wir verfolgen eine strikte Stornierungspolitik. Allerdings kann die taktische Steuerung von Stornobedingungen je nach Markt auch zu mehr Direktbuchungen führen.“ In seinem Haus gilt daher: Für Buchungen, die über HRS & Co. generiert würden, sind Stornierungen bis zwei Tage vor Anreise kostenfrei. Bei Direktbuchung profitiert der Gast von einer kürzeren Stornofrist von nur einem Tag vor Anreise.

Diese unterschiedliche Betrachtungsweise empfahl auch Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer vom DEHOGA Berlin und verglich ein Hotelzimmer mit einer verderblichen Ware. Hier könne man auch nicht einfach, die Ware bei Nichtgefallen zurückgeben. Das Zimmer wie die Ware hätten nur eine begrenzte Haltbarkeit, in der man sie anbieten könne. Zu welchen Konditionen der Hotelier dies täte, obliegt seinem Know-how sowie den vorherrschenden Marktbedingungen, Stichwort Lage des Hotels.

Impressionen

Unser Kontakt

Carolin Steinhauser

Prof. Dr. Carolin Steinhauser

Professorin

Akademische Leitung, Professorin für Internationales Hotelmanagement
Telefon +49 351 407617-20 E-Mail schreiben
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