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Hochschule Forschung Forschungsprojekte

Forschung und Praxis
Eine Auswahl unserer Forschungsprojekte

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über Forschungsprojekte der Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter am Campus Dresden

TOP Thema – Mindestlohnstudie mit dem DEHOGA Sachsen Ein brisantes Thema wissenschaftlich begleitet

Mindestlohnstudie

Kein Thema beschäftigte die sächsische Hotellerie und Gastronomie im vergangenen Jahr mehr, als die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns. Seit Beginn dieses Jahres gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Wir haben in Kooperation mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättengewerbe die Auswirkungen untersucht.

Bereits im Vorfeld der Einführung wurde heftig über Vor- und Nachteile der Regelung diskutiert und auch nach den ersten Monaten mit dem Mindestlohn sind sich insbesondere Arbeitgeber und Politik nicht einig: Ist der Mindestlohn Fluch oder Segen? Welche Auswirkungen hat die Regelung auf die einzelnen Branchen? Mit einer umfangreichen Studie haben wir uns daher diesen Fragestellungen gewidmet. 

Das Hauptaugenmerk bei der Befragung, die durch unsere Studierenden im Modul „Strategisches Management“ durchgeführt wurde, lag auf den organisatorischen, personellen und finanziellen Auswirkungen des Mindestlohns sowie auf den durch die Betriebe getroffenen Anpassungsmaßnahmen. An der im Mai und Juni 2015 durchgeführten Erhebung nahmen insgesamt 262 Unternehmen teil, davon 67 % Hotels und 33 % Restaurants.

Nachdem die Ergebnisse von Prof. Dr. Matthias Straub wissenschaftlich ausgewertet wurden, stellte er diese Ende 2015 auf einer Pressekonferenz im Sächsischen Landtag offiziell vor. 

Das Ergebnis: Vor allem die bürokratischen Auswirkungen der Gesetzesänderung belasten die befragten Unternehmen. Besonders die Dokumentationspflichten der Arbeitszeiten sind eine zeitliche Herausforderung. Was außerdem schon zu vermuten war: Ausgesprochen einschneidend war die Einführung des Mindestlohns für kleine und mittelständische Betriebe in ländlichen Regionen.

 

 

Strategische Neupositionierung eines Interessenverbands der Dienstleistungsbranche

Der DEHOGA Sachsen befindet sich in einem Erneuerungsprozess. Ziel des Projektes soll sein, dem DEHOGA Sachsen Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des Verbandes zu geben. Das Projekt findet im Rahmen des Moduls „Strategisches Management“ im Studiengang Internationales Hotelmanagement am Campus Dresden der SRH Hochschule Berlin statt. Den Studierenden soll ermöglicht werden, einen tiefen Einblick in den Change-Management-Prozess eines Verbandes zu erhalten und aktiv an Veränderungsprozessen mitzuarbeiten. Dadurch sollen die Studierenden Erfahrung im Change-Management als wichtige strategische Aufgabe von Unternehmen sammeln. Zunächst soll herausgefunden werden, was sich wichtige Zielgruppen vom DEHOGA Sachsen als Arbeitgeberverband der Hotellerie und Gastronomie erwarten. Es gilt herauszufinden, welche Leistungen von einem Verband gewünscht werden und wie sich ein Arbeitgeberverband präsentieren sollte. Zur Umsetzung der Strategie werden in der zweiten Projektphase konkrete Handlungsempfehlungen und Umsetzungsmaßnahmen abgeleitet.

Hotel Development für AZIMUT Hotels

Aktuell führen wir für das AZIMUT Hotel Dresden unser alljährliches Studienprojekt zum „Hotel Development“ durch. AZIMUT Hotels wurde 2004 gegründet und umfasst Business-Hotels der 3- und 4-Sterne-Kategorie in Deutschland und Österreich sowie in elf Städten der Russischen Föderation. Damit ist die AZIMUT Gruppe die größte internationale Hotelkette Russlands mit insgesamt mehr als 3.000 Zimmern. In verschiedenen Projektgruppen werden u. a. folgende Themenstellungen bearbeitet: Direktvertriebskonzept, Hotelleitsystem und Außenbereichsgestaltungskonzept, Optimierung des Reputationsmanagements, Nutzungskonzept für die Kellerbar sowie Fragestellungen im Rahmen eines Mitarbeiterbindungskonzept, jeweils bezogen auf das AZIMUT Hotel Dresden. Zudem entwickeln wir eine Social-Media-Kommunikationskonzept für die Marke AZIMUT.

Hotel Development im Hotel Bayerischer Hof Dresden

Bereits 2015 konnten wir in Zusammenarbeit mit dem Hotel Bayerischer Hof Dresden unser „Hotel Development“ durchführen. Das seit über 20 Jahren am Markt bestehende Hotel durchläuft durch eine neue Geschäftsführung gravierende Veränderungen. Dabei wurden in Projektgruppen folgende Themenstellungen bearbeitet: Positionierung & Zielgruppen, Sales & Distribution, Interne Prozesse, Hotelinfrastruktur, Restaurant & Tagungen. Wir testeten das Hotel durch Mystery Checks, führten Interviews mit den Mitarbeitern und arbeiteten aktiv mit. Am Ende des Projekts erfolgten die detaillierten Präsentationen vor den Auftraggebern. Das wissenschaftlich fundierte Vorgehen in Kombination mit der praktischen Anwendung dieses Wissens führte für die Studierenden und den Auftraggeber zu einem hervorragenden Erkenntnisgewinn.

Mystery Checks im Food & Beverage

In diesem Drittmittelprojekt, das von der Busche Verlagsgesellschaft mbH und Yovite.com unterstützt wurde, durften wir Restaurants in Dresden verdeckt testen. Hierzu erarbeiteten wir einen Mystery Check-Fragebogen. Die Ergebnisse dienten zum einem dazu, die bereits bestehende Kunden hinsichtlich ihrer Qualität zu überprüfen und auch Einblicke in die aktuelle Speisekarte und die Gegebenheiten vor Ort zu bekommen. Zudem waren die Ergebnisse von Interesse, weil sie potenzielle Kunden für eine deutschlandweit verbreitete Geschenkkarte ermitteln. Yovite.com wollte gemeinsam mit uns analysieren, wie diese Geschenkkarte sowohl bei jungen Menschen Anklang findet bzw. die Markenbekanntheit auf Gastgeberseite charakterisiert werden kann. In einer abschließenden Dokumentation wurden die Ergebnisse für jedes Restaurant präsentiert und die ausgearbeiteten Handouts an die Auftraggeber übergeben.

Regionale Marktstrukturerhebung Gastronomie Analyse von Sekundärdaten der Region Sachsen

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Feldschlößchen erfassen wir in diesem Drittmittelprojekt systematisch die aktuelle und vergangene Marktstruktur in der Gastronomie. Hierfür werden objektive Kennzahlen, basierend auf Sekundärdatenbanken wie beispielsweise Gewerbeanmeldungen, Konzessionen, IHK-Anmeldung etc., zusammengetragen. Aus den Verläufen dieser Kennzahlen, die beispielsweise die Anzahl von Sitzplätzen (aufgeteilt nach innen/außen), die Betriebsart, die Zugehörigkeit zur Systemgastronomie etc. beinhalten, ermöglicht es eine Trendexploration auf die naheliegende Zukunft vorzunehmen.

Unternehmerisches Denken, Entscheiden und Handeln in der Hotellerie

Der hochentwickelte deutsche Hotelmarkt unterliegt einer bemerkenswerten Entwicklungsdynamik. Zur Begegnung dieser Dynamik müssen Hotelmanager einen Wandel im Rollenverständnis vom bloßen „Geschäftslenker“ hin zu einem „strategischen Netzwerker“ vollziehen. Aus der Entrepreneurshipforschung ist bekannt, dass unternehmerisches Denken und Handeln auf der Kombination zweier Denkmuster beruht: Effectuation und Causation. Jedoch ist sehr wenig darüber bekannt, wie das Zusammenspiel dieser beiden Denkmuster in der Unternehmensrealität beschrieben werden kann und welchen Einfluss es auf den Unternehmenserfolg besitzt. Daher nimmt dieses Forschungsprojekt die aktuelle Situation zum Anlass, die Verbreitung, das Anwendungsausmaß und die organisatorischen Anwendungsabhängigkeiten des Effectuation-Ansatzes und insbesondere dessen Bezüge zum unternehmerischen Denken, Entscheiden und Handeln in deutschen Hotelunternehmen gezielt zu erforschen. Aufgrund der erwarteten großen Implikationen für die Hotelbranche freuen wir uns, dass zahlreiche namhafte Unternehmen aus der Hotellerie (HRS Group, Best Western, Romantik Hotels & Restaurants International) dieses Forschungsprojekt unterstützen.

Alljährliche Podiumsdiskussion auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin

Jedes Jahr veranstalten wir in Zusammenarbeit mit den GreenLine Hotels eine Podiumsdiskussion auf der ITB.

Relevante Forschungsthemen mit hohem Praxisbezug stehen dabei im Fokus der Diskussion. Engagierte Studierende der SRH Hochschule Berlin am Campus Dresden organisieren von der Themenfindung, über die Planung, bis zur Durchführung und Nachbetreuung diese Veranstaltung.

2016 kam es zum Zusammentreffen zwischen renommierten Experten der Hotellerie einerseits sowie Portalen, die Apartments online vermieten, andererseits. Sie diskutierten zu: „Airfolg des Sofatourismus – Wird jetzt jeder Hotelier? Der Wettbewerb wohnt nebenan“. In den Vorjahren konnten folgende Themen platziert werden:

• 2013: Der Preis ist heiß – Fällt die Ratenparität?
• 2014: Satte Provisionen – Hunger nach Vertrieb
• 2015: Chancen oder Chancenlos im Direktvertrieb – Der Kampf um den Gast in der Hotellerie

Für unsere Studierenden hat das Projekt den großen Vorteil, dass sie sich mit relevanten Problemfeldern auseinandersetzen. Die komplett eigenständige Durchführung dieses Projektes erfordert hohes Engagement, Verantwortungsbewussten und Interesse für die Branche. Die mit der Projektdurchführung verbundenen notwendigen Drittmittel werden ebenfalls durch die Studierenden akquiriert. So konnten beispielsweise 2016 folgende Firmen als Sponsoren gewonnen werden: Protel, HRS GROUP, Secret Escapes, Toocan GmbH, Hotelnetsolutions, ADA Kosmetik, Gerolsteiner, IGEFA, The Westin Bellevue Dresden, TU Dresden, Admiral.

Special Offers in International Markets

Alljährlich untersuchen wir aktuelle Entwicklungen bei zunehmend präsenter beworbenen Sonderangeboten als Vertriebsstrategie. Das Forschungsprojekt blickt bereits auf eine dreijährige Vergangenheit zurück, in der die Analyse von HRS Deals im Vordergrund stand. Neben mehrfachen Präsentationen auf der „International Conference on Tourism and Hospitality Management“ und Publikationen im „Journal of Tourism Research“, findet das Projekt auch in der Fachpresse großen Anklang (siehe Verlinkung des Bilds). Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Datenstrukturierung und Erhebung der Vorlesung „Qualitative und Quantitative Forschung“ im ersten Fachsemester der Studierenden in unserem Studiengang Internationales Hotelmanagement am Campus Dresden entstammen. Auch zukünftig werden wir uns diesem interessanten Praxisphänomen wissenschaftlich widmen, um einen longitudinalen Datensatz aufzubauen.